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Kreisauskunftsbüro
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Am letzten Dienstabend wurden wir Unterrichtet über das Kreisauskunftsbüro ( KAB ). Hier einige Bilder und eine kleine Erklärung
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Wir suchen ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen !
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Haben Sie sich schon einmal um einen nahen Verwandten gesorgt, weil Sie nicht wussten, wo er sich aufhält bzw. nicht rechtzeitig nach Hause kam? Wie groß muss erst die Sorge sein, wenn dieser von einer Katastrophe oder gar von einem kriegerischen Konflikt betroffen ist?!
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"Ungewissheit über den Verbleib eines lieben Menschen ist genauso schwer zu ertragen wie physisches Leid."
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Von diesem Satz, Teil einer Resolution der XVII. Rotkreuz-Konferenz in Stockholm 1948, wird die wichtige Arbeit des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bestimmt. Unser Auftrag ist es, Angehörige, die durch Konflikte oder Katastrophen (nicht familiärer Art) getrennt wurden, zu suchen und sie wieder miteinander in Verbindung zu bringen.
Die Genfer Abkommen sehen vor, dass jedes an einem Konflikt beteiligte Land eine Nationale Auskunftsstelle einzurichten hat. Die Bundesregierung hat das Deutsche Rote Kreuz beauftragt, entsprechende Einrichtungen zu planen und vorzubereiten. Das kann jedoch nicht erst im Ernstfall geschehen. Deshalb ist das DRK bemüht, bundesweit und flchendeckend Kreisauskunftsbüros (KAB) einzurichten, um Betroffenen im Ernstfall bürgernah eine Anlaufstelle zu bieten.
Auch wir in Dithmarschen stellen vorsorglich für die Bürgerinnen und Bürger eine derartige Einrichtung zur Verfügung. Dazu brauchen wir Sie als ehrenamtliche Helferin bzw. als ehrenamtlichen Helfer!
Wenn Sie Verständnis für Menschen in Not haben und die Bereitschaft mitbringen, ihnen mit Geduld zu begegnen, dann sind Sie die Person, die wir uns im Arbeitskreis Kreisauskunftsbüro wünschen.
Das Rote Kreuz kann zwar keine Katastrophen und schon gar keine Kriege verhindern, aber es ist angetreten, ihre Auswirkungen zu lindern.
Sollten wir Ihr Interesse an einer Mitarbeit im DRK-Arbeitskreis "Kreisauskunftsbüro" (KAB) geweckt haben, dann melden Sie sich bitte bei unserer DRK-Geschäftsstelle. Wir stehen Ihnen wir auch per e-mail gerne zur Verfügung. Ihr Ansprechpartner im Kreisverband - Dithmarschen ist Herr Drossard.
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Wie arbeitet ein Kreisauskunftsbüro?
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Die Folgen von Katastrophen zu bekämpfen, ist eine Hauptaufgabe des Roten Kreuzes. Um die Katastrophenopfer kümmern sich als erstes der Sanitätsdienst und der Betreuungsdienst, z.B. in Form der DRK-Einsatzeinheit. Die Mitarbeiter dieser Fachdienste, und auch anderer Hilfsorganisationen, verbinden jede Hilfeleistung - die medizinische Versor-gung von Verletzten und Kranken, die Aufnahme in einer Notunterkunft, die Ausgabe von Hilfsgüttern und anderes - mit einer Registrierung der Betroffenen.
Wenn es zu einer Katastrophe gekommen ist, haben viele Menschen, die hiervon betrof-fen sind oder Kenntnis erhalten haben, verständlicherweise den dringenden Wunsch, zu erfahren, ob Angehörige oder Freunde betroffen sind und wo sich diese ggf. befinden. Betroffene bestürmen die Helfer der Hilfsorganisationen mit Fragen über das Schicksal von Angehörigen. Die Helfer können aber keine Auskunft geben, da ihnen die notwendigen Informationen fehlen. Die Suchenden bleiben im Ungewissen über das Schicksal der Gesuchten. Dies fährt in vielen Fällen zu einer erheblichen psychischen Belastung. Viele Menschen würden deshalb selbst nach ihren Angehörigen suchen. Die generell bei einer Katastrophe unübersichtliche Lage wird noch schwieriger, wenn aufgeregte Angehörige die Arbeit der durch das Katastrophengeschehen ohnehin stark belasteten Helfer erschweren.
Viele Menschen würden sich u.U. überhaupt nicht finden, da sie möglicherweise aneinander vorbei suchen würden. Nur eine genaue Registrierung aller Betroffenen und zentrale Zusammenführung aller Unterlagen ermöglicht eine schnelle und effektive Auskunftserteilung. Deshalb sehen die Katastrophenschutzgesetze der Bundesländer bzw. die hierzu ergangenen Erlasse vor, daß es im Fall einer Katastrophe eine Gemeinsame Auskunftsstelle der Hilfsorganisationen (GASt) bzw. Personenauskunftsstelle (PASt) geben muß. Die DRK-Mitarbeiter des Kreisauskunftsbüros nehmen also ihre Aufgabe im Auftrage des Hauptverwaltungsbeamten wahr. Sie nehmen als zentrale Anlaufstelle Suchanträge nach Personen und Meldungen über die Betroffenen der Katastrophe entgegen.
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Die Meldungen und Anfragen werden in die Katastrophenkartei eingeordnet. Hier kommt es aufgrund des vom Suchdienst entwickelten Karteibegegnungsverfahrens zum Zusammentreffen einer Suchanfrage und einer Meldung über den Verbleib einer Person, z.B. einer Ausweis- und Bezugskarte. Dem Suchenden kann auf diese Weise Auskunft erteilt werden, wo sich die gesuchte Person nach unseren Informationen befindet.
Das seit Jahrzehnten bewährte Karteibegegnungsverfahren wird nun durch ein EDV-Programm unterstützt. Wenn die Daten von den Registrierunterlagen in das Programm eingegeben sind, ist es mit dessen Hilfe wesentlich schneller als bisher möglich, Auskunft über den Verbleib eines Betroffenen zu geben. Durch eine Verknüpfung aller nationalen Personenauskunftsstellen ist die Überregionale Suche erheblich erleichtert worden.
Die bisher verwendeten Registrierunterlagen werden durch die Einführung des EDV-Programms aber nicht Überflüssig, denn bis auf weiteres wird es notwendig bleiben, die Betroffenen mit Hilfe der üblichen Karten zu registrieren. Es wird vorerst nicht möglich sein, jeden Helfer mit einem mobilen Datenerfassungsgerät zur Registrierung von Betroffenen auszustatten. Hinzu kommt, daß ein reines Erfassen der Daten nicht ausreichend ist. Bei den Betroffenen muß ein Teil der Registrierunterlagen verbleiben, um dokumentieren zu können, daß eine Registrierung erfolgt ist und um eine Identifizierung zu ermöglichen, falls z.B. eine Bewußtlosigkeit eintritt. Bei den Registrierformularen ist hierfür ein Durchschlag vorgesehen.
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